Aktuelles

A n s t a t t   e i n e r  A n s p r a c h e, wie sonst üblich, möchte die Gruppe hiermit eine kleine Danksagung unterbringen. !

Liebes Theaterpublikum !

Freuen Sie sich mit uns! Wir spielen jetzt seit 40 Jahren  „Theater“.

Einige haben auch diese 40 Jahre bis heute aktiv mitgestaltet. Danke!

Leider mussten wir aber auch einige unserer „MitstreiterInnen“ zur letzten Ruhe begleiten.  Wir halten sie ständig in Erinnerung:  In „langen Theaterproben“ sorgen sie noch oft für viel Spaß.

Zum besonderen Höhepunkt unserer Produktionen gehört immer die Letzte, die wir gerade zeigen.  Zwei dieser außerordentlichen Momente wurden auch durch die Landes-Kultur OÖ  mit dem Theater-Oskar ausgezeichnet: „Es war die Lerche“  von Kishon und „Andorra“ von Max Frisch.

Natürlich freuen wir uns jedes Mal über die tolle Mundpropaganda und fast immer über ein „volles Haus“. Euer Beifall hat uns 40 Jahre begleitet und motoviert. Herzlichen Dank!

Bedanken möchten wir uns auch bei all unseren Gönnern und bei unserem Landesverband „Amateurtheater Oberösterreich „. Ihr habt uns all die Jahre namhaft unterstützt und mitgeholfen, „Unmögliches denkbar  und Denkbares möglich zu machen“.  Auch wir als eingeschriebener Verein sind stets unserer gesetzlichen Pflicht, für soziale Zwecke zu spenden, großzügig nachgekommen.

Eins noch: wir sind ein Häufchen begeisterter Darsteller mit Vorzügen und Schwächen, die e i n e, eben diese Theater-Idee umsetzen wollen, und… es gäbe unsere Gruppe schon lange nicht mehr, wenn da immer nur einer oder eine das Sagen hätte.

Vielen Dank!

Die Physiker

Schauspiel von  Friedrich Dürrenmatt

Aufführungsrechte: Diogenes Verlag, Zürich

„Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff.“

Drei verrückte Physiker und drei tote Krankenschwestern im ehrenwerten Sanatorium der Dr. Mathilde von Zahnd.  Eine Kommissarin versteht die Welt nicht mehr.

Der geniale Physiker Möbius hat sich von der Welt in ein Nervensanatorium zurückgezogen. Er weiß, dass seine Formeln in letzter Konsequenz  die Zerstörung der Welt bedeuten können.  Im gleichen Sanatorium sind noch zwei andere, scheinbar Irre eingesperrt. Der eine hält sich für Einstein, der andere für Isaac Newton. Wer steckt hinter dieser Maskerade ?

Wer ist wahnsinnig, wer genial, wer beides?  Alles scheint „relativ“?  Und dabei schwebt die „Weltformel“, der Schlüssel zur Erklärung aller Geheimnisse des Universums, im Raum.

Friedrich Dürrenmatts schwarze Komödie   „ Die Physiker „ – ein perfekt konstruierter Klassiker des modernen Dramas,  hat seit der Uraufführung 1962  an seiner Aktualität nichts verloren. Denn, so Dürrenmatt: „Unsere Welt hat ebenso zur Groteske geführt, wie zur Atombombe.“

Friedrich Dürrenmatt (1921-1990) wurde im Kanton Bern (Schweiz) geboren. Er entschied sich nach einer mäßigen Schullaufbahn  für ein geisteswissenschaftliches Studium und gegen eine Ausbildung als Kunstmaler.
Unterstützt u.a. von Max Frisch, begann er 1946 seine Karriere als freier Schriftsteller. Weltruhm verschaffte  ihm „Der Besuch der alten Dame“.  Die Groteske „Die Physiker“, die mit der Umkehrung von Wahnsinn und Vernunft spielt war viele Jahre das meistgespielte Stück auf deutschsprachigen Bühnen. Heute sind „Die Physiker“ ein Klassiker des 20. Jahrhunderts,  dessen Grundaussage nichts an Brisanz eingebüßt hat: „Die Verantwortung der Wissenschaft und Wirtschaft und den möglichen Missbrauch ihrer Erkenntnisse.“
Anfang der 60-iger Jahre, in der Zeit des „Kalten Krieges“ stand noch die Kernspaltung im Zentrum des Interesses. Heute denkt man an Retortenbabys, Klone, Gentechnik, grausame Waffenentwicklung…!
Wie gesagt: „Uns kommt nur noch die Komödie bei. Denn in der Wurstelei unseres Jahrhunderts gibt es keine Schuldigen und keine Verantwortlichen mehr.“ (cit. Dürrenmatt 1982)